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Tschudi, Aegidius



Landmann in Glarus, * 05.02.1505 Glarus GL, + 28.02.1572 Glarus GL
Aegidius Tschudi war der erste schweizerische Historiker und zugleich auch Politiker.
Kriegsdienste 1523 in Oberitalien und 1536 als Hauptmann in Südfrankreich blieben Episoden.
Im Glarnerhandel (auch Tschudikrieg genannt) wollten die katholischen Orte eine Rekatholisierung von Glarus erzwingen. Er exponierte er sich 1559-60als führender Vertreter der Altgläubigen. Mit dem Scheitern seiner Pläne zog er sich aus der Tagespolitik zurück und lebte 1562-65 im Exil inRapperswil (SG).
Als Gelehrter ohne Universitätsstudium war er zeitlebens Autodidakt. Als sein Hauptwerk gilt die zwischen 1534 und 1536 entstandene Schweizer Chronik«Chronicon Helveticum», welche die Landesgeschichte von 1001 bis zum Jahre 1470 behandelt. Zu Lebzeit wurde nur die landeskundl.-hist. 'AlpischRhetia' gedruckt, zu der eine von ihm selbstständig entworfene und breit rezipierte Schweizerkarte gehörte, die erstmals das ganze Gebiet der Schweizim Detail festhielt und sich durch ihren Namensreichtum auszeichnete.
Christian Sieber, Historisches Lexikon der Schweiz, http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D21057.php (eingesehen 21.11.2016)
Er verstarb vermutlich auf seiner Burg Gräpplang in Flums, GR

oo I. 1524 Anna Stucki
oo II. 1550 Barbara Schorno
oo III. 1568 Maria Wichser

Quellen: Die Püntener, Chronik eines Urner Geschlechtes von August Püntener, 1990, Püntener Stiftung



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